American Airlines ist eine der beiden Fluggesellschaften mit Sitz in den USA, die Mitglied der oneworld-Allianz sind. In diesem Beitrag teste ich die Economy Class von American Airlines auf Inlandsflügen. Ihre Inlands-Lounges sind für mich eher ein Glücksspiel, aber alles in allem ist die Economy Class so gut, wie es in Amerika eben geht – was allerdings nicht allzu viel bedeutet.
Boarding

„Pst pft pst pft… Passagiere pst pft pst pft“ ist ein typischer Boarding-Aufruf bei American Airlines. Wer weiß schon, was da gesagt wurde? 🤷♂️ American Airlines sollte ihrem Personal beibringen, das Mikrofon nicht direkt in den Mund zu stecken, sondern es davor zu halten. Ich habe noch nie so unbeständig undeutliche Boarding-Durchsagen gehört wie jedes Mal, wenn ich in den USA einen American Airlines-Flug boarde. Interessant ist auch, dass Veteranen zuerst an Bord dürfen… Die Veteranen, die ihr Land vor welcher Invasion noch gleich beschützt haben? 🤔 War es Kanada oder Mexiko, das die USA angegriffen hat? Ich vergesse es immer wieder 😅.
Personal
American Airlines hat das wohl unbeständigste Personal, das ich je erlebt habe. Einige der Flugbegleiter und Mitarbeiter am Boden sind höflich, aber die meisten sind ziemlich schnippisch und scheuen sich nicht davor, einem zu verstehen zu geben, dass man sich zum Teufel scheren soll (vielleicht nicht mit genau diesen Worten, aber immerhin). Aber ich schätze, das gehört einfach zur uramerikanischen „Der Kunde hat immer unrecht“-Einstellung.

Auch bei den Flugbegleitern gibt es zwei Extreme: die spindeldürren und die extrem übergewichtigen. Die extrem übergewichtigen quetschen sich irgendwie durch die Flugzeuggänge. Es ist ein wahres Naturwunder, das mitanzusehen – ein bisschen so, wie ein riesiger Oktopus durch ein winziges Loch schlüpfen kann: Niemand weiß, wie sie es schaffen, aber sie tun es einfach. Warum mache ich jetzt so einen Wirbel darum? Weil ich gerne am Gang sitze, um mehr Bewegungsfreiheit für einen Spaziergang zu haben, falls nötig. Das wird bei Flügen mit American zum Problem, denn ihre extrem übergewichtigen Flugbegleiter haben meinen Kopf, meinen Arm oder meine Schulter schon einmal zu oft mit ihrem Allerwertesten gerammt. #meetoo!
Sitze

American Airlines liebt Leder! Vielleicht, weil es leicht zu reinigen ist, aber dennoch lässt es einen viel mehr schwitzen als Stoff. Für Sommertage ist das nicht das optimale Material. Auch die Beinfreiheit ist nicht gerade üppig, was mich vermuten lässt, dass die Hälfte ihrer Flugbegleiter als Passagiere gar nicht erst reingelassen werden würde. 🤔

Essen und Getränke
American Airlines serviert auf ihren kurzen Inlandsflügen üblicherweise ungesunde Snacks wie Schokoriegel, Nüsse oder Brezeln. Das ist natürlich immer noch besser als beispielsweise bei Finnair, wo man überhaupt nichts kostenlos zu essen bekommt. American Airlines serviert zudem kostenlose Softdrinks und Wasser, was nett ist. 😋

Es gibt auch jede Menge Optionen, die man kostenpflichtig bestellen kann. Allerdings sind die Preise nicht besonders attraktiv.
Unterhaltung
Eine Sache, die mich beim Fliegen in der Inlands-Economy-Class von American Airlines immer wieder beeindruckt, ist die Tatsache, dass meist WLAN verfügbar ist und das WLAN-Portal prall gefüllt ist mit den neuesten Filmen und Serienepisoden. Ich sehe oft viele Einheimische, die sich auf ihren Tablets etwas ansehen.

Unter den Sitzen befinden sich außerdem Steckdosen, um eigene Geräte aufzuladen. Das ist auf Inlandsflügen keineswegs selbstverständlich.

Fazit
American Airlines gehört zu meinen am wenigsten geschätzten oneworld-Fluggesellschaften. Nur Alaska Airlines schafft es, sie an Minderwertigkeit noch zu übertreffen. Wenn ich die Wahl habe, mit einer ordentlichen Airline über den großen Teich zu fliegen, wie etwa mit British Airways, mache ich das mit Vergnügen. Innerhalb der USA sitze ich leider zwischen den Stühlen. Ich betrachte American Airlines eher als Sitcom-Erlebnis – man sollte sich nicht über sie ärgern, sondern einfach über ihre Absurdität lachen.










