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Finnair Interkontinentale Business Class kann sich durchaus sehen lassen

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In diesem Beitrag teste ich die interkontinentale Business Class von Finnair auf meinem Flug von Helsinki nach Osaka. Es ist kein Geheimnis, dass das europäische Pendant der Finnair Business Class einiges zu wünschen übrig lässt, doch das interkontinentale Erlebnis ist nach wie vor ziemlich solide. Natürlich hat Finnair beim Service Einsparungen vorgenommen, dabei aber auch einige Neuerungen eingeführt.

Check-in

Finnair bietet am Flughafen Helsinki-Vantaa einen eigenen Check-in-Bereich für Business-Class-Passagiere und oneworld-Statusinhaber direkt neben der Sicherheitskontrolle. Der Check-in ist ganztägig geöffnet, sodass man so früh vorbeikommen kann, wie man möchte, um das Finnair-Lounge-Erlebnis zu genießen (nicht verfügbar für Passagiere mit Business-Light-Tarif). Man kann sein Gepäck sogar schon am Vortag aufgeben – wie genial ist das denn! 😎

In der Business Class hat man eine großzügige Freigepäckmenge von 32 kg (selbst bei einem Upgrade). Beachten Sie jedoch, dass die Anzahl der Gepäckstücke begrenzt ist. Normalerweise ist nur ein Gepäckstück erlaubt, auf Flügen nach Japan sind es jedoch zwei. Mit einem Business-Light-Ticket ist überhaupt kein Aufgabegepäck inbegriffen. Wenn Sie ein Economy-Classic- oder Flex-Ticket haben und ein Upgrade in die Business Class durchführen, erhalten Sie mit dem Upgrade ein zusätzliches Gepäckstück.

Boarding

Bei Finnair dürfen normalerweise Familien mit Kindern sowie Reisende mit Behinderungen zuerst einsteigen. Danach folgt das Boarding für Passagiere der Business Class (sowie alle oneworld-Statusinhaber). Auf Interkontinentalflügen besteht in der Regel die Möglichkeit, jederzeit über eine spezielle Priority-Lane an Bord zu gehen.

Boarding der Finnair Business Class

Sobald man an Bord ist, wird ein Willkommensgetränk serviert: Wasser, Blaubeersaft oder Sekt. Beim Fliegen vertrage ich nichts mit Kohlensäure, ohne eine Magenverstimmung zu riskieren, und der Blaubeersaft ist stark verwässert (nur 12 % Saftanteil) mit Unmengen an zugesetztem Zucker. Die einzig wirkliche Option ist meiner Meinung nach also Wasser … was schon ein wenig schade ist.

Willkommensgetränk, serviert in einem Iittala-Glas

Amenities

Es gibt ein bequemes Kissen und eine warme Decke für einen erholsamen Schlaf sowie Slipper, mit denen man durch die Kabine laufen kann. Darüber hinaus bekommt man eine kleine Aufmerksamkeit zum Mitnehmen: ein echtes Marimekko-Täschchen (Marimekko ist in Finnland eine echte Nummer) in verschiedenen Farben, gefüllt mit einer Marimekko-Schlafmaske und einer eher minderwertigen Lotion.

Die Decke war superweich und angenehm
Die Marimekko-Goodies

Essen und Getränke

Finnair serviert auf dem Flug zwei Mahlzeiten: einmal nach dem Start und einmal vor der Landung. Das Essen wird auf einem einzigen Tablett serviert, es handelt sich also nicht gerade um ein Fine-Dining-Erlebnis. Die Speisen sind jedoch in jedem Fall gut. Beim Hauptgang und beim Dessert hat man die Wahl. Die Mahlzeit vor der Landung ist allerdings für alle gleich – wer also bestimmte Ernährungseinschränkungen hat, sollte vorab online ein Spezialmenü bestellen.

Mehrere Optionen beim Essen
Noch mehr Auswahl bei den Getränken

Als Hauptgericht habe ich mich für Hirschfleisch entschieden, da ich das nicht allzu oft esse. Es war hervorragend und auf den Punkt zubereitet! 😋

Nordische Aromen, perfekt umgesetzt
Ein Dessert ist mit etwas Kaffee und Baileys immer noch besser

Während des gesamten Fluges verteilte die Crew kleine Snacks, was angesichts der aktuellen Dauer der Asienflüge infolge des Ukraine-Russland-Krieges eine feine Sache ist.

Ein Snack aus Früchten und Beeren
Auch ein paar Süßigkeiten gab es

Vor der Landung gab es ein reichhaltiges Frühstück. Es war gut und stimmte mich perfekt auf meinen ersten Tag in Japan ein.

Das Frühstück wird serviert

Bordunterhaltung

Die interkontinentale Business Class von Finnair bietet einen schönen, großen Bildschirm zum Anschauen von Videos. Die Auswahl an Filmen ist ganz passabel, darunter auch einige neuere Titel. Außerdem kann man Spiele wie Angry Birds spielen. Das WLAN kann man lediglich eine Stunde lang kostenlos nutzen, Streaming und VPN-Nutzung sind dabei gesperrt. Wer mehr Zeit benötigt oder YouTube bzw. ein VPN nutzen möchte, muss dafür extra zahlen.

Der Bildschirm ist für Serien und Filme recht groß
Man erhält diese coolen Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung

Sitz

Der Sitz ist zum Sitzen vollkommen in Ordnung, und besonders die Plätze am Fenster bieten eine tolle Aussicht, da man leicht in Richtung Fenster ausgerichtet sitzt. Der Sitz ist mechanisch verstellbar und lässt sich hoch- und runterfahren. Die alte Business Class von Finnair hatte Massagesitze, aber diese Zeiten sind längst vorbei.

Sitze im mittleren Kabinenbereich

Zum Schlafen bietet der Sitz selbst für jemanden mit meiner Größe (193 cm) ausreichend Platz, um bequem zu liegen. Allerdings bleibt seitlich kaum Bewegungsfreiheit für die Beine. Ich schlafe gern auf der Seite und lege die Beine ungern übereinander, doch es gibt kaum Platz, um sie anders als übereinandergelegt zu positionieren. Was die Sache noch verschlimmert, ist die fest am Sitz angebrachte Kopfstütze. Sie hat mich praktisch um den Schlaf gebracht. Es ist unmöglich, das Kissen so darauf zu platzieren, dass es nicht unbequem drückt.

Fensterplätze kosten extra

Fazit

Finnair hat das früher schon besser gemacht – mit Massagesitzen, mehreren Optionen bei Vor-, Haupt- und Nachspeisen sowie einem gehobeneren Fine-Dining-Erlebnis. Andererseits geht das Finnair-Personal mittlerweile regelmäßig durch die Kabine, um nach dem Rechten zu sehen, sodass man sich nicht vergessen fühlt. Früher verschwand die Crew, sobald die Teller abgeräumt waren. Alles in allem ist die interkontinentale Business Class von Finnair jedoch ein großartiges Erlebnis, das ich definitiv weiterempfehlen würde.

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